Kurze Analyse 2018


Auch das Jahr 2018 brachte uns in vieler Hinsicht einige Wetterrekorde. Ebenso stellt sich wieder die Frage, ob sich dahinter der Klimawandel versteckt, oder nicht


Bislang 1380 Stunden Sonnenschein. (Jahresmittelwert liegt bei 1440 Stunden.) Dafür aber 123 Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad. (Höchster Stand seit Aufzeichnung).

Negativrekord: 325 Liter Niederschlag. (Jahresmittelwert 919 Liter.)


Zum Jahresanfang zeigte sich der Winter in den Monaten Januar normal und im Februar relativ mild und sehr Schneearm. Es fielen gerade einmal ca. 20 cm Schnee. Die kälteste Temperatur am Boden wurde mit minus 16,6 Grad gemessen. Es fehlten in diesen beiden Monaten schon erheblich die Niederschläge.




Der Frühling war sehr trocken mit viel zu wenig Niederschlägen. Die Sonnenstunden lagen mit 430 Stunden über dem Mittelwert, bei normalen Temperaturen. Das Frühjahr zeigte sich mit wenig Gewittern.



Der Sommer lag mit ca. 540 Stunden Sonne leicht über dem Mittelwert (530 im Mittel). Einem sehr heißen August mit 4 Grad über dem Jahresmittel richtig sommerlich. Natürlich fehlten uns wieder die ersehnten Niederschlägen. Dafür gab es kaum Gewitter und gar keine Unwetter. Die Talsperren sanken schon in einen bedenklich niedrigen Bereich, teilweise unter 20 %.



Der Herbst war mild mit, wie nicht anders zu erwarten, erheblich zu trocken. Der November mit 15 Liter Regen, zeigte uns, dass es selbst im Herbst nicht mehr die zu erwartenden Niederschläge gibt. Auch die Talsperren erholten sich nicht vom Niedrigwasser. Die Sonne schien im Herbst auch nur 280 Stunden. Schnee gab es im Herbst dafür nicht.

Der letzte Monat steht noch aus. Wird er wie letztes Jahr ?

Auch der letzte Monat des Jahres brachte 2017 nicht den ersehnten Niederschlag. Es war der trockenste Dezember seit mehr als 30 Jahren.



Ein Dezember ohne Schnee und nur 26 Stunden Sonnenschein. Der kälteste Tag mit minus 10 Grad war hier eine Ausnahme.

Das Jahr 2018 hat uns gezeigt, dass wir in diesem Jahr über dem Temperaturmittel lagen. Seit längerer Zeit wird beobachtet, dass sich immer länger andauernde Großwetterlagen bilden, was heißen soll, dass Großwetterlagen nicht nur 7-14 Tage anhalten können, sondern Wochen, sogar Monate andauern werden. Dazu gehört nicht nur eine Hochdrucklage im Sommer mit Wärme, Trockenheit und viel Sonne, ebenso kann im Winterhalbjahr eine Westströmung mit milder und feuchter Luft entstehen und für drei Monate das Wetter bestimmen.

Siehe die letzten Winter. Bleiben wir bei dieser Erhaltungsneigung, dann werden die laufende Winter recht mild mit viel Niederschlägen, die natürlich auch mal als Schnee fallen werden.Nach den neuesten Zirkulationsmustern werden wir uns bei den nächsten Wintern öfter in einer Erhaltungsneigung befinden, was heißen soll, dass wir nicht mit einem "sibirischen Winter" rechnen müssen. In Anbetracht der wenigen Niederschläge der letzten Jahre und der damit verbundenen niedrigen Wasserständen Jahre sollten wir die zu erwartenden Niederschläge im Winter also willkommen heißen. Das ist natürlich nicht im Sinne der Wintersportler. Sollte es zu einer unerwarteten nord-ost Strömung mit viel Kälte und einzelnen Schneefällen kommen, könnte es in den Monaten Januar und Februar aufgrund der Erhaltungsneigung und der wenigen Niederschläge zu Problemen des Grundwassers, sprich unserer Wasserversorgung kommen. Seit 2017 fehlten uns noch ca. 600 Liter Niederschlag um den Jahresmittelwert zu erreichen. Dieser Mittelwert fällt ebenfalls von Jahr zu Jahr um ca. 50 Liter. (Auf 10 Jahre berechnet.) In den Medien wird oft das El Niño Phänomen angesprochen. Hierzu sollte man aber wissen, dass wir in unserer Region im Winterhalbjahr schon betroffen sein können, aber einen sehr großen Einfluss auf unser Winterwetter hat dieses Phänomen eigentlich nicht. Die Südhalbkugel ist hier schon erheblicher betroffen. Dürre und schwerste Unwetter mit weltwirtschaftlichen Folgen. Auch im Sommer brauchen wir uns keine großen Sorgen aufgrund des o.g. Phänomens zu machen. Wir verbleiben weiterhin in einer gemäßigten Zone. Auch wenn die Niederschläge zur Zeit recht mickrig sind.

© Wetterstation Badenhausen